Die Passage nach Norden: Schnappschüsse von zentralamerikanischen Migranten

Die Passage nach Norden: Schnappschüsse von zentralamerikanischen Migranten

Unser Leben beginnt mit dem Tag zu enden, an dem wir über wichtige Dinge schweigen. ~ Martin Luther King Jr.

JEDEN TAG machen sich Hunderte - sogar Tausende - zentralamerikanischer Migranten auf den Weg nach Norden in Richtung der Vereinigten Staaten. Hermanos en el Camino ist eine gemeinnützige Organisation in Ciudad Ixtepec, Oaxaca, die sich für die Rechte von Migranten einsetzt und Schutz und einen Platz zum Ausruhen bietet, bevor sie mit dem Zug weiterreisen. Jeder Einzelne hat eine einzigartige und unvorstellbare Geschichte, viele schrecklich und herzzerreißend. Im Tierheim Hermanos en el Camino gewinnen sie ihre Kräfte zurück und bereiten sich auf die äußerst schwierige Reise vor.

[Hinweis: Die Namen wurden zu ihrem Schutz geändert.]

1

Don Mario

Don Mario kam vor ein paar Jahren mit dem Zug ins Tierheim. Als er die Gefahr erkannte, die vor ihm lag, beschloss er, im Tierheim zu bleiben und zu arbeiten. Mit einem außergewöhnlich grünen Daumen kümmert er sich um die Obstbäume und kümmert sich um die Pflanzen im kleinen Garten.

2

Jaime

Jaime aus Mittelamerika lebt und arbeitet im Tierheim und kümmert sich um viele der täglichen Aufgaben. Er ist hin und her gerissen, ob er auf der Suche nach einem besseren Leben bleiben oder weiter nach Norden fahren soll.

3

Kochen

Hunderte von hungrigen Migranten zu ernähren, fällt in die Hände dieses mächtigen Mannes, der ursprünglich aus Oaxaca stammt.

4

Betriebsversammlung

Dieses hübsche kleine Mädchen kuschelt sich während der Mitarbeiterversammlung im Tierheim an ihren Vater, den Koch.

5

Entschlossenheit

Juan, der bei seiner Einreise nach Mexiko ausgeraubt und geschlagen wurde, gewinnt seine Kräfte zurück und plant, die Reise nach Norden fortzusetzen.

6

Hoffnung

Dieses kleine Mädchen erwartet die Ankunft des Zuges im Migrantenheim, das etwa zwei Meter von den Bahngleisen entfernt liegt.

7

Sein, um

Beto, ursprünglich aus Guatemala, kam vor einigen Jahren im Tierheim an, als er sich auf den Weg nach Norden machte. Er ist jetzt ein fester Bestandteil des Teams des Tierheims.

8

Ein seltener Moment

Ein Moment des Lachens entgeht einem Migranten, der einwandfreies Englisch spricht, während wir über Gringo-Stereotypen scherzen, ein seltener Moment, in dem wir die entmutigende Reise vergessen, die vor uns liegt.

9

Familia

Diese Familie kam mit dem Zug aus Guatemala an. Das Ehepaar war schwanger mit einem kranken Einjährigen und hatte weder Geld noch eine Familie in den USA. Es beschloss, nach Guatemala zurückzukehren, und wurde von mexikanischen Migrationsbeamten begleitet, die für die menschliche Rückkehr von Migranten in ihre Herkunftsländer zuständig waren, wenn sie zurückkehren wollten.

10

Alisa

Alisa wurde in Chiapas an der Grenze zu Guatemala entführt, floh zusammen mit drei anderen Migranten und ging 10 Stunden an die Küste. Dann machte sie sich auf den Weg zu den Gleisen und stieg in den Zug nach Ixtepec. Dies ist ihr zweiter Kreuzungsversuch.

11

Nach Texas

Vor kurzem deportiert, kehrte dieser junge Mann in die Staaten zurück, in denen seine Tochter und seine Freundin derzeit leben. Vor seiner Deportation verbrachte er fast einen Monat in einem ICE-Internierungslager und aß so etwas wie Pappe mit künstlichen Aromen. Er ist zuversichtlich, dass er ankommen wird, und dennoch klingelt der Zweifel laut in seiner Stimme.

12

Doña Ana

Nach der Operation ihrer Tochter zur Entfernung eines Gehirntumors musste Doña Ana ihr Haus aufstellen, um die Krankenhausrechnungen bezahlen zu können. Sie fährt mit dem Zug nach Nordmexiko, um dort zu arbeiten, um genug Geld zu verdienen, um ihr Haus zurückzubekommen. Sie hörte, dass Hausarbeit dort leicht zu finden ist und die Bezahlung viel höher ist, als sie in ihrer Heimat verdienen könnte. Immer mit einem Lächeln im Gesicht rinnen Tränen über ihre Wangen, während sie ihre Geschichte erzählt und von ihren Kindern spricht, die auf ihre Rückkehr nach Honduras warten.

13

Ankunft zu Fuß

Diese Frau kam von Juchitan aus zum Tierheim, um Pater Solalinde zu sehen. Sie litt an einer scheinbar äußerst schmerzhaften Arthritis.

14

David

Auf dem Weg von Guatemala nach Norden wurde David angegriffen und ausgeraubt. Er ist eine sanfte Seele und ein ausgezeichneter Koch. Er verbrachte Jahre in den USA als Koch, ein Beruf, in dem er sich auszeichnet.

Was denkst du über diese Geschichte?


Schau das Video: Hunderte Migranten aus Honduras warten an der mexikanischen Grenze